Loie Hollowell explores physicality and sensuality
in large-scale, color-intense paintings that oscillate
between abstraction and figuration.
In her text, Anneli Botz describes the artist’s
process in articulating the paintings’ expressive forms,
as well as the intimate physical experiences underlying
her new works.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL, BAND 269
Als Analia Saban mit Anfang zwanzig in die USA kam, um in New Orleans Bildende Kunst zu studieren, habe sie von der Kunstwelt keine Ahnung gehabt, erzählt sie lachend. Während einem prägenden Kurztrip nach New York lernte sie in einem Rutsch die damals wichtigen Vertreter der Video- und Konzeptkunst kennen. Danach war alles anders, sie bewarb sich umgehend an der UCLA, der Universität Kaliforniens, für den Studiengang New Genres. Kurze Zeit später dann der Anruf von Paul McCarthy persönlich: Er wolle sie, als Professor der Uni, zum Vorstellungsgespräch einladen.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL, BAND 268
Es ist ein sonniger Wintermorgen in Greenpoint, New York City. Der polnisch geprägte Stadtteil im Norden Brooklyns hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Szeneviertel entwickelt. Hier lebt und arbeitet die Künstlerin Robin Francesca Williams, deren figurative Malerei ein neues Feld der Kunst ab- steckt: das der autonomen Frau, als Künstlerin, wie als Sujet. Williams, die 1984 in Ohio geboren wurde, zog vor über zehn Jahren in die Metropole. Wie viele junge Künstlerinnen in New York City, erlebte sie die ersten Jahre als extreme Herausforderung, auf finanzieller, aber auch auf kreativer Ebene. Als figurative Malerin sah sie sich der Zombie-Abstraktion gegenübergestellt, die gerade allgegenwärtig den Höhepunkt erreichte. Robin F Williams blieb sich treu, vielleicht auch aus Trotz, und malte weiter figurativ, erst Kinder, dann Männer, und endlich: Frauen. Rückblickend lesen sich die vergangenen zehn Jahre wie die Geschichte ihrer Emanzipation, von gesellschaftlichen Erwartungen, aber vor allem von der Dominanz des männlichen Blickes in der Kunst.
HARPER’S BAZAAR JUNI / JULI 2020
Die junge New Yorkerin Avery Singer verbindet Malerei und digitale Kunst. Ein Besuch in ihrem Atelier in Brooklyn.
Auf der Hochbahntrasse direkt nebenan rattert die Metro Richtung Manhattan, der Zeitungsladen an der Ecke hat die Türen weit geöffnet, es ist der erste warme Frühlingstag im März. Trotz des guten Wetters tut sich wenig auf den Straßen, langsam macht sich eine schleichende Anspannung breit, auch wenn hier noch niemand weiß, was auf die Stadt zukommen wird. Als spüre sie die beinah angekommene Veränderung, erzählt sie vom Künstler-Ego, das ein fragiles sei, und davon, dass es keinen Unterschied mache, ob sich fünf oder 5.000 Leute die Arbeit ansehen würden.
NUMÉRO HOMME NO. 11
WER HAT ANGST VORM KAMERAMANN?
Als Ryan Trecartin Anfang 2000 gemeinsam mit der Künstlerin Lizzie Fitch begann, die Gedanken der Millennial-Generation in rasant geschnittenen Video-Compilations zu verdichten, bewies er seherische Qualitäten, nahm er damit doch das Phänomen YouTube vorweg. Trecartin, 1980 in Ohio geboren und Absolvent der Rhode Island School of Design, war schon immer dicht dran am Zeitgeist. Mit sensiblem Gespür erfasste er Schwingungen in Popkultur und Gesellschaft, lange bevor diese sich manifestierten. Unter den zeitgenössischen Videokünstlern gilt er als Pionier. Die Protagonisten seiner Filme sind exzentrisch pointierte Charaktere, die sich mit den Herausforderungen modernen Lebens konfrontiert sehen, mit Burn-out, Coming-out, Familie, Job, Gesellschaft.
Ein Gespräch.
NUMÉRO HOMME NO. 11
Who is afraid of the camera man?
In the early 2000s Ryan Trecartin and fellow artist Lizzie Fitch began to captivate the sorrows and thoughts of their pre-millennial generation in fast-paced video compilations. Little did they know that they were anticipating a phenomenon later to be known as Youtube – long before the online platform even started to exist. In fact, one could see Trecartin as a delicate seismograph of the contemporary Zeitgeist. With precise sensitivity to cultural vibrations, the artist picks up on notions of pop culture and society, way before they manifest and has thus earned himself a reputation as the pioneer amongst contemporary video artists.
MONOPOL MAGAZIN 11/2019
Emily Mae Smith, Loie Holloway, Julie Curtiss - In New York rebelliert eine neue Generation von Malerinnen gegen den männlichen Blick – und bedient sich dabei bei Magritte, Dalí und anderen älteren Herren. Denn nichts geht über produktive Widersprüche.
Es war doch erst vorgestern, dass die Malerei abstrakt sein musste und am liebsten von Männern gemacht. Christian Rosa verdiente sich seinen ersten Sportwagen mit Bildern wie von Miró, David Ostrowski machte die Sammler mit schwebenden Farbflächen nervös, und irgendwann war alles so offensichtlich Spekulation, dass Kritiker polemisch vom „Zombie-Formalismus“ sprachen. Ein gutes Jahrzehnt später ist die Figuration mit Macht zurück. Und sie bringt Themen mit, die nah dran sind am Menschen, am Körper, an gesellschaftlichen Diskursen. Und nicht zuletzt an den Geschlechterrollen.
VOGUE DIGITAL 09/2019
Wir sind viel in Bewegung in diesen Tagen, körperlich und in Gedanken. Social Media macht es vor, das kontinentale World Hopping. So schnell, wie wir uns durch unseren Instagram-Feed scrollen, wollen wir die Welt bereisen. Ein Klick hier, ein Klick da – Impulsbefriedigung. Dabei abzuschalten, fällt schwer. Das Handy verbindet uns dauerhaft mit dem Arbeitsplatz und den sozialen Netzen, wirklich zur Ruhe kommt man selten. Und dabei sind wir zunehmend isoliert. Während uns Internet, Apps und Social Media suggerieren, teilzuhaben an einer virtuellen Welt, verbringen wir mehr Zeit allein. Am Ende bleibt oft ein Gefühl von Leere und auch die Frage, ob uns das verstärkte Alleinsein überhaupt noch guttut.
MONOPOL MAGAZIN DIGITAL 08/2019
Der chinesische Künstler Zheng Bo filmt Männer, wie sie Sex mit Farnen haben. Für ihn ist "Plant Porn" aber mehr als nur körperliche Befriedigung. Es geht um Umweltschutz, Politik und historisches Bewusstsein. Aktuell sorgt sein Arbeit im Berliner Gropius Bau im “Garten der irdischen Freuden” für Aufsehen. Ein Gespräch.
NUMÉRO HOMME BERLIN, NO. 10
Er verwandelt strahlendweiße Galerieräume in ein Schamanendorf und lässt den vollgeschleimten Lars Eidinger aus der Erde kriechen: John Bock zeigt mit Unheil eine archaische, oft noch sprachlose Welt. Die eigene Kindheit und Jugend auf einem Bauernhof erlebte der Künstler aber ganz anders.
VILLA GRISEBACH, FRÜHJAHR 2019
Vom Fahrradlenker zur Revolution. Marcel Breuers Stahlrohrmöbel
Als Marcel Breuer 1920 mit neunzehn Jahren an das Weimarer Bauhaus kam, war die Schule noch ganz neu. Breuer, der zuvor an der Akademie der Künste in Wien studiert hatte, hatte die österreichische Hauptstadt nach nur wenigen Monaten verlassen, weil er die Lehre dort als uninspirierend und zu theorielastig empfand. Das Bauhaus hingegen versprach Aufbruchsstimmung. „Architekten, Bildhauer und Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück!“, postulierte die Schule im Gründungsmanifest – ganz im Sinne Breuers, den es nach einem zeitgemäßen, angewandten Umgang mit Kunst und Gestaltung drängte. Am Bauhaus in Weimar machte Breuer zunächst in den Möbelwerkstätten eine Tischlerausbildung. Bald entwarf er avantgardistische Holzmöbel, arbeitete im Architekturbüro Gropius und wurde bereits 1925, das Bauhaus war gerade nach Dessau umgezogen, Jungmeister der Tischlerwerkstatt.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL BAND 261/ 2019
Während der Venedig Biennale gibt es wie immer viel zu sehen, und nicht nur in den Hauptausstellungsbereichen in den Gardini und dem Arsenale, sondern auch im Rahmen der Collateral Events, die sich über die gesamte Stadt verteilen. In diesem Jahr sind es allein einundzwanzig dieser zusätzlichen Ausstellungsprojekte, die die Venedig Biennale öffentlich begleiten. Hier eine Auswahl jener, die besonders beeindruckten
CAPITAL MAGAZIN, SONDERAUSGABE 2019
Eigentlich war die Niederländerin Marta Gnyp eine erfolgreiche Wirtschaftsspezialistin, die für einen Schweizer Großkonzern mit Rohstoffen handelte. Doch gleichzeitig gab es da auch immer die Liebe zur Kunst. Heute ist die Galerie GNYP in Berlin mit gleich zwei Standorten vertreten und Marta Gnyp hat sich international als erfolgreiche Art Advisorin etabliert. Ein Gespräch mit einer Kunstmarktspezialistin, die nie den Blick für ihre Passion verloren hat.
CAPITAL MAGAZIN, SONDERAUSGABE 2019
Es herrscht Aufbruchstimmung in der Kunstwelt. Befeuert von einer gesamtgesellschaftlichen Debatte werden die Rufe nach Gleichberechtigung immer lauter. Doch wie sind eigentlich die Bedingungen für eine neue Chancengleichheit in der Kunst? Und welche Rolle spielen dabei Galerien, Auktionshäuser, Kunstmessen und Sammlungen? Eine Bestandsaufnahme.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL BAND 259
Anita Dube, die diesjährige Kuratorin der Kochi-Muziris Biennale in Indien, verspricht eine Biennale für alle. Schafft sie das?
HARPER'S BAZZAR, FEBRUAR 2019
Der Kanadier Jon Rahman empfängt Betrachter mit seinen Werken in einer virtuellen Traumlandschaft. Annäherung an einen Künstler, der Klarheit im virtuellen Chaos sucht…
HARPER’S BAZAAR, FERBUAR 2019
Neues Jahr, neue Kunst: die junge kanadische Bildhauerin und Malerin Chloe Wise wagt einen besonderen Blick auf sich und die Gesellschaft…
KUNSTFORUM INTERNATIONAL, Bd 257
Im Atelier des Malers David Ostrowski empfangen den Besucher heute die Klänge von Scott Walker. Melodisch ziehen sie durch die hellen Räumlichkeiten, legen sich über Leinwände und Arbeitsutensilien. Vor einigen Jahren wechselte Ostrowski von seinem Studio am Rheinufer in die Kölner Innenstadt. Nach eigener Aussage ist es das bislang sauberste Atelier des gebürtigen Kölners. Auf dem Boden des weiß gestrichenen Studios dennoch: Sprühdosen, Bierflaschen, Farbeimer, Pinsel. Ein natürliches Chaos der Gegenständlichkeit, das zugleich Inspiration für den 37-jährigen darstellt…
NUMÉRO HOMME BERLIN, NO. 9
Der Künstler Ed Fornieles lässt sich in Rollenspielen misshandeln, um die Tiefen der menschlichen Seele auszuloten. Außerdem gründet er einen Inselstaat und bietet seinen Sammlern Ethereum-Verträge an
032C / OKTOBER 2018
David Ostrowski is best known for his large abstract paintings, works which combine a minimalistic use of colors with accentuated gestures, often stemming from the use of spray cans and a formalistic approach to shape. A former student of Albert Oehlen and graduate of the Kunstakademie Düsseldorf, Ostrowski is also known for his love for the letter F and dislike for appearing in public. After a productive and celebrated early career, Ostrowski, who is 37 and lives in Cologne, has been off the radar of late. The birth of his first child has kept him busy. Now he is back with a new body of work and two shows – the first of which, “The Warsaw Pavilion,” opens in Warsaw on October 27 at the progressive gallery space Wschód, founded by the gallerist Piotr Drewko in 2017. The show, which draws inspiration from the Bauhaus movement, provides an interesting correspondence with the architecture of the space – which also alludes in some way to Ostrowski’s own past.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL, BAND 256
In den phantasievollen und oft surreal anmutenden Videowelten der in Argentinien geborenen und in Israel aufgewachsenen Künstlerin Mika Rottenberg geht es rauf und runter. Die Welt wird auf den Kopf gestellt und als kapitalistischer Konsumplanet entlarvt, in dem selbst Glück zur Ware wird. Dazwischen steht der Mensch mit seiner Selbsterfahrung, um die eigene Materie soll es gehen, um den Bezug von Körperlichkeit und Gesellschaft, um Räume, die uns spüren lassen, was Räume eigentlich sind - Begrenzungen. Ihre Videoarbeiten und Installationen spielen mit dem Prinzip von logischen Kettenreaktionen und entführen den Betrachter zugleich in abstrakte Paralleluniversen, die keinen Ausweg zulassen. Nun wurde Mika Rottenberg, die in New York lebt und arbeitet, mit dem Kurt-Schwitters-Preis ausgezeichnet, und steht damit in ehrenvoller Tradition nach Theaster Gates, Pierre Huyghe und Elaine Sturtevant. Im September zeigt sie zudem in Berlin.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL, Band 254
Ausstellungsrezension
Beim Betreten der Ausstellung Haegue Yang. ETA 1994-2018 im Museum Ludwig, spürt man es gleich: irgendwie ist die Luft heute verändert, förmlich riecht es nach Feuchtigkeit, mal wird es im Vorbeigehen warm, mal kalt, zusätzlich sorgt eine Soundinstallation für konstantes Hintergrundrauschen, man weiß nicht recht was passiert, es ist ein Zustand im synästhetischen Transit. So wird der Besucher eingeführt in die große Übersichtsausstellung der koreanischen Künstlerin Haegue Yang, geb. 1971 in Seoul, die in Berlin und Seoul lebt und arbeitet und an der Städelschule in Frankfurt unterrichtet, an der sie selbst 1994 als Meisterschülerin studierte. Anlass der umfangreichen Schau ist der 2018 vom Museum Ludwig an Haegue Yang verliehene Wolfgang-Hahn-Preis, mit dem die Künstlerin für ihr fulminantes Gesamtwerk, von 1994 - 2018, geehrt wird.
ART BASEL TALKS / 2019
My take on this year’s Art Basel talk about blockchain in the artworld
From verification tools for provenance and authenticity to new approaches to art collecting and even new art forms, blockchain’s impact on the artworld is already undeniable. During this year’s Art Basel Conversations in Basel, journalist Tim Schneider sat down with Simon Denny (artist), Robert Norton (founder and CEO at Verisart), and Kelani Nichole (founder of TRANSFER and director at The Current) to discuss the practical and creative outcomes – as well as the potential – of this nascent technology.
One of the art market’s greatest challenges for works where the artist is no longer alive is to verify its authenticity and provenance. In a 2014 report, The Fine Arts Expert Institute (FAEI) in Geneva stated that over 50% of the artworks it had examined were either forged or not attributed to the correct artist. Blockchain could change this…
INTERVIEW MAGAZINE GERMANY
Vom PC-Hacker zum Art-Darling: Cory Arcangel revolutionierte die bildende Kunst mit der Gamekonsole, versöhnte Katzenvideos mit atonaler Musik und erkannte die Melancholie von Super Mario World. Mit 37 Jahren ist der Veteran der Internetkunst ganz oben angekommen. Und macht nun Schaumstoffnudeln…
MUSIKEXPRESS 09/2018
Sophie Hunger hat aufregende Zeiten hinter sich. Für ihr neues Album MOLECULES brauchte sie drei Jahre. Ein Umzug nach Berlin, eine Trennung und die Suche nach neuen künstlerischen Herausforderungen schüttelten sie ordentlich durch. Was hält man fest, was lässt man los? Für Sophie Hunger ein andauerndes Thema. Im Interview sprachen wir über das Thema Kontrolle, Manipulation und problematische Auftritte in TV Talkshows, wie Böhmermann und Co.
„Oft fühle ich mich erst vollständig, wenn ich spiele – abseits der Bühne habe ich Schwierigkeiten zu verstehen, was genau meine Rolle ist.“ (Sophie Hunger)
INTRO FESTIVALGUIDE 2018
Vor zehn Jahren ging es der Musikbranche schlecht. Im Zuge der digitalen Umstellung verloren die Plattenfirmen ihre Monopolstellung im Markt, Einkünfte der Musiker wurden plötzlich nicht mehr über verkaufte Plattenträger generiert, eine gesamte Industrie musste sich neu konstituieren. Erfolgreich aus diesem Wandel hervor gingen die Festivalveranstalter, die den digitalen Datenträgern, den Online Streaming- und Download-Diensten die Musikerfahrung des Live Events gegenüber stellten. Charles Attal ist einer von ihnen. Seine Eventagentur C3 Presents aus Austin, Texas, zählt zu den Big Playern der Industrie und veranstaltet jährlich an die 1000 Konzerte, darunter die erfolgreiche Festivalreihe Lollapalooza, mit Ablegern in den USA, Chile, Argentinien, Brasilien, Deutschland und Frankreich. Ein Gespräch über den Paradigmenwechsel einer gesamten Branche und über die Mittel und Wege, nachhaltig in ihr zu bestehen.
MMK FRANKFURT 2018
Am 24. Mai starten die RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain 2018. Anhand des Thema EXTREME werden das Übermaß und die grenzenlose Verfügbarkeit digital zirkulierender Informationen und Bilder, die nach einer Ökonomie der Aufmerksamkeit verlangen in den Fokus gesetzt. Mit Werken von Cao Fei, Richard Mosse und Paulo Nazareth nimmt die Ausstellung EXTREME. NOMADS im MMK 1 zeitgenössische Formen nomadischer Existenz in den Blick und setzt sich mit den Auswirkungen der Entgrenzung von Politik, Ökonomie und Gesellschaft auf die Menschen auseinander. Im Interview spricht Anneli Botz mit Cao Fei in Band 252 des Kunstforum International.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL, BAND 254
Vor über zehn Jahren gründete Julia Stoschek in Düsseldorf ihr Ausstellungshaus für Gegenwartskunst, vor zwei Jahren kam die Dependance in Berlin dazu. Heute umfasst ihre Sammlung an die 850 Arbeiten, darunter Werke von Bruce Neumann, Marina Abramović, Ed Atkins, Doug Aitken, Cyprien Gaillard, Pipilotti Rist oder Ryan Trecartin. Julia Stoschek ist Kunstmäzenin und Sammlerin, Archivarin und Kuratorin, vor allem aber ist sie Mediatorin. Mit wechselnden Einzelausstellungen und Gruppenshows, modernster Ausstellungsarchitektur und vielfältigem Rahmenprogramm macht sie Ihre Sammlung einem breiten Publikum zugänglich.
WHITELIES MAGAZINE, Spring 2018
It is early, six thirty A.M., in New York, when Rebecca Hall shows up to set for the shoot. It is one of those typically beautiful Manhattan mornings, cold and crisp, with a blue winter sky, where every breath leaves a mark in the air. The sound of the garbage collection cleaning up the streets sets the background tone for a city that has just awakened. First glimpses of sun are making their way through the steamy windows of the East Village apartment where the team has set up.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL, Band 254, 2018
Mit ihrer Kunst scheint Claudia Comte ein neues Kapitel der Verbindung von Abstraktion und Figuration, von Natur und Geometrie aufgeschlagen zu haben, und das in fulminantem Umfang. So ist es schlichtweg beeindruckend, mit welcher Konsequenz und gleichzeitigen Vielfalt sie seit jungen Jahren eine Richtung verfolgt und sich dabei stetig weiterentwickelt. In ihrer Arbeit gibt es keine Ausreißer, keine künstlerische Findungsphase, stattdessen scheinen alle Komponenten ihres Werkes symbiotisch miteinander verwoben. Von der Malerei über ihre mannigfaltigen Skulpturen über die Verwendung verschiedener Techniken und Materialien und die Rückkopplung ihrer Arbeit zur Natur bis hin zur Arbeit im öffentlichen wie im privaten Raum – Claudia Comtes Kunst funktioniert ganzheitlich.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL Band 252, 02/2018
Die Chinesin Cao Fei zählt zu den innovativsten Künstlern ihres Landes. In ihrem multimedialen Werk untersucht sie, wie Urbanität und Technologie ihr Land verändern. In ihren Videos, Fotografien und Installationen entwirft Fei virtuelle Utopien und erkundet das Lebensgefühl einer Jugend- und Subkultur in Zeiten des rapiden Wandels. In der internationalen Kunstwelt ist das Werk der 39-jährigen hoch angesehen; erst vergangenes Jahr widmete ihr das MoMA PS1 in New York eine groß angelegte Retrospektive. Nur in China will man Cao Fei nicht zeigen. Nun brachte ausgerechnet ein deutscher Konzern ihre Kunst nach Peking.
FREUNDE VON FREUNDEN, 01/2018
Studio Drift are advancing AI technology in the arts by simulating nature.
Smartphones, self-driving cars and artificial intelligence: The present is feeling more and more like the future. The speed of technological progress is also raising a lot of questions in the arts. Dutch artist collective Studio Drift is exploring the answers by harmonizing nature with technology.
Night has fallen on a beach in Miami, Florida. Hundreds of guests, including the ‘who’s who’ of the international art scene, are gathered here for Art Basel, the annual American offshoot to the renowned contemporary art fair. Everyone is looking at the night sky captivated by a series of lights slowly rising, falling and moving toward and then away from one another. Like a giant flock of birds in a cloud over the water, 300 Intel drones equipped with LED lights, sensors and swarm intelligence are dancing, tumbling and spontaneously changing direction in the air.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL BAND 251/ 2017
Das East Village der 70er Jahre, weibliche Performancekunst der 80er Jahre und die frühe Auseinandersetzung mit dem Thema Gender; China nach dem Beginn der 90er Jahre, ein junger Filmemacher, der das Harlem der Gegenwart auf die Leinwand bringt, und ein aktueller weiblicher Shootingstar mit großer Retrospektive. Der Kunstwinter in New York ist Generationen- und Genreübergreifend, abwechslungsreich und qualitätsvoll.
THE ART GORGEOUS Fall/2017
I spoke to auctioneer and art specialist Simon de Pury about Kanye West, Jay-Z, auction concerts and the potential of music to change the art world.
De Pury: "Over the past twenty years, an interesting change has happened regarding the crossover between art and music. At the auction house, we have had thought about many ways on how to get art and music together but it were actually the Hip Hop artists who enabled a more direct contact between their profession and the art world. The first one to really do so was Kanye West, who commissioned many artists throughout the years. When he asked Takashi Murakami to design the artwork for his album, Murakami created his famous bear sculpture that also ended up to be on the cover. Again it was West, who called up George Condo. Condo, by the way a very talented musician at the guitar himself, had never heard of Kanye West, which was quite unbelievable to everyone.[...|"
KUNSTFORUM INTERNATIONAL Band 250/ 2017
Art Basel 2017, ein Gang über den kuratierten Teilbereich „Unlimited“. Ganz am Ende der Halle liegt eine Reihe einzelner Galerieräume nebeneinander. Bei Gavin Brown’s Enterprise aus New York wird der Besucher durch einen Vorhang in den dunklen Ausstellungsraum geführt. Die erste Begegnung mit Arthur Jafas Film „Apex“ ist allumfassend. Eine große Leinwand sendet, gepaart mit dem pointierten Staccato elektronischer Musik, eine in Sequenzen aufeinanderfolgende Bilderflut. Und diese ist keine leichte Kost.
FRIEZE MAGAZINE 07/2017
Studio visit
When driving to the studio of artist Cao Fei in Beijing, the cab driver gets lost. This happens quite frequently in Beijing, a city ten times bigger than all of Greater London. Our communication is very limited, as neither one understands the other’s language and the only way to tell him where to go is by pointing to some Chinese characters written on a piece of paper. Unfortunately, what the characters symbolise can often lead to more than one street of the same name. The quarter we finally arrive in is made up of small streets and low houses, people sit chatting on the sidewalk or go by on bikes. As opposed to what one might expect of the Chinese capital, for a large part of Beijing the pace is slow, and due to the enormous size, almost relaxed. We stop in front of a building with a rather unremarkable facade, walk up on a patio and enter the artist’s studio.
KUNSTFORUM INTERNATIONAL Band 250/ 2017
Das Thema der Grenze, der Eingrenzung und vor allem Abgrenzung, ist in diesen Tagen ein allgegenwärtiges; überall auf der Welt wird abgesteckt, eingezäunt, aufgestockt. Man sichert sich seinen Raum, will verhindern, dass Ungewollte zu einem stoßen, dass Einheimische das eigene Land verlassen, oder dass auf illegalem Wege Waren oder Menschen transportiert werden. Eigentlich befindet sich der gesamte Globus in Bewegung, Flüchtlingsströme, Menschenströme, Güterströme. Und wir haben uns daran gewöhnt, von Grenzregimen umgeben zu sein. Sind merkwürdig abgestumpft, wenn es darum geht, dass ein Land sich abschottet, dass es Menschen verbietet zu ihren Familien zu finden, dass es Handel unterbindet, Einlass untersagt, Abwanderung verhindert. Denn wem das Land gehört, der hat die Hoheit: „Eine Grenze hat Tyrannenmacht“, sagte schon Friedrich Schiller.
THE ART GORGEOUS 07/2017
How the millenial artist John Yuyi uses the iconography of the digital age to grant the individual a new form of superiority.
In an interesting way, John Yuyi has taken the Aristotelian idea of mimesis, of the representation of an idea through art and has twisted it around. [...] Modes of representation have been equalized and the individual, that often seems to get lost within the never ending stream of social network imagery, has been given back its substance.
Ein Artikel über die Medienbranche
AMY & PINK, 2014
[...] Ich glaube, ersetzbar ist nur, wer sich ersetzbar macht und vergisst, dass er als Individuum in einem Staat wie dem unsrigen ein bedeutsames Gut besitzt: die Macht aufzubegehren. Nicht nur sich zu empören, sondern mehr noch: sich zu wehren! Gegen dieses Unwort, das zu einem Lebensgefühl unserer Generation geworden zu sein scheint: Humankapital.

AMSTERDAM BERLIN 05/ 2017
F 16 / love is a film about the love of a jet fighter that I produced together with Amsterdam Berlin. I talked to the former jet fighter Neil Rudy Rickner about falling in love during deployment and worked out the final edit. A really fun project.
INTERVIEW MAGAZIN 05/2016
Erwin Wurm ist ein Künstler, der sich traut, lustig zu sein. Der Österreicher setzt Häuser verkehrt herum auf Museumsdächer, steckt Menschen Stifte in Nase und Ohren und porträtiert sich selbst in Form von Essiggurken. Jetzt baut er sein geschrumpftes Elternhaus in Berlin auf. Was soll das alles?
INTERVIEW MAGAZIN 01/2016
Vom PC-Hacker zum Art-Darling: Cory Arcangel revolutionierte die bildende Kunst mit der Gamekonsole, versöhnte Katzenvideos mit atonaler Musik und erkannte die Melancholie von Super Mario World. Mit 37 Jahren ist der Veteran der Internetkunst ganz oben angekommen. und macht nun Schaumstoffnudeln.
SLEEK MAGAZINE S42
[...] His studio is located on the riverside in Cologne, where he was born and raised, a city to which he has remained faithful. Loud hip hop greets visitors to his artistic playground: dozens of spraycans lie on the floor, and in the middle a couch offers a 360-degree view on the huge canvases leaning against the walls. Ostrowski usually uses the 200 x 150 cm size, though the pieces he just showed in Berlin are even bigger. Clearly, he has no fear of scale.
INTERVIEW MAGAZIN 10/ 2015
Sie zog von Kanada nach Berlin, kam dort als Musikerin zu weltruhm und bereitete den weg für GAGA (performativ), Charlotte Roche (inhaltlich) und das BERGHAIN (geografisch). Nach sechsjähriger Pause veröffentlicht die 46-Jährige ihr neues Album Rub, das in körperbezogener Deutlichkeit wie gewohnt keine Wünsche offen lässt.
"Der Hintern ist ein Körperteil, dem vielfach mit Ekel oder Ablehnung begegnet wird. Es gibt sogar eine englische Redewendung, die lautet: „Stick it where the sun don’t shine.“ Da gefällt mir das deutsche "Mir scheint die Sonne aus dem Arsch" viel besser."
INTERVIEW MAGAZIN 05/ 2016
Sie nennen ihn The Screaming Eagle of Soul, die Reinkarnation von James Brown, den Wiedergänger von Otis Redding. Tatsächlich spielt CHARLES BRADLEY längst in seiner eigenen Soul-Liga. Erst mit 63 Jahren hat der Amerikaner seinen Durchbruch. Mit einem Debütalbum, das er "No Time for Dreaming" genannt hat. Der Titel steht programmatisch für Bradleys Leben, das von harter Arbeit, Diskriminierung und schmerzvollen Umwegen gezeichnet ist.
REFINERY29 GERMANY 07/ 2017
Autos, Vandalismus, vermummte Horden: Diese Bilder bestimmten am vergangenen Wochenende während des G20-Gipfels den Alltag vieler Hamburger und ließen die friedlichen Demonstrationen in den Hintergrund rücken. Ein Foto sticht innerhalb der medialen Berichterstattung heraus: Eine halbvermummte Frau macht vor einer brennenden Barrikade ein Selfie. Fotograf Bartosz Ludwinski schoss die Momentaufnahme und berichtet über seine Erfahrungen bei den Ausschreitungen während des G20 in Hamburg.
THIS IS JAYNE WAYNE 02/2017
[...] So lautete Descartes’ Kausalzusammenhang „Cogito ergo sum“, „Ich denke, also bin ich.“ Wir sprechen hier vom sogenannten Selbstbewusstsein, oder anders, sich des eigenen Selbst „bewusst zu sein“. Überträgt man Descartes’ Erkenntnis nun ins 21. Jahrhundert und lässt darüber den Kim Kardashian Filter laufen, müsste eine zeitgemäße Interpretation des „cogito ergo sum“ heißen: „Ich snappe, also bin ich.“ Beziehungsweise: „Wenn ich nicht snappe, fühle ich nicht, dass ich bin.“ Das Erlebte gilt demnach nur als wertvoll erlebt, sofern es mit einer anonymen Masse geteilt wurde. [...]
INTERVIEW ONLINE, 2016
Vor über zwanzig Jahren zog Christian Jankowski aus, um sich mit Pfeil und Bogen über Konsumverhalten und festgefahrene Strukturen zu ermächtigen. Subversiv stellt er seither in Frage, was uns als Gesetz erscheint, mit Vorliebe bringt er den Menschen aus seinem Habitus und noch lieber aus der Fassung. Sein Medium: der Film. Er selbst: Provokateur, Dokumentator, aber vor allem – Mediator.
INTERVIEW MAGAZIN 01/2016
Der deutsche Schauspielnachwuchs: ein Porträt
Ihre Namen? Jannis, Mathilde, Jonas, Lea, Louis & Maresi. Ihr Anliegen? Spielen. Spielen. Spielen. Ihre größten Erfolge? Die liegen noch in der Zukunft. Bald zu sehen in: Den Lichtspielhäusern Ihres Vertrauens. Unsere Einschätzung? Die wichtigsten Newcomer des deutschsprachigen Films. [...]
HEY WOMAN! 06/2016
Auf meinem Schreibtisch liegt seit einigen Tagen ein Bildband, er ist schwer. Honey-Suckle Company steht ganz oben auf dem Einband, edel eingeprägt in schwarzen Buchstaben auf mintgrünem Grund, darunter eine Fotografie: fünf ineinander verwobene Häupter, erkennbar nur die Köpfe bzw. deren Haare und Ohren, die Körper in weiße Lakenkleider gewickelt. Das Bild: weltentrückt, passend dazu der Untertitel Spiritus. Ein Buch so reich an Sprache, Zeitgeist und Bildgewalt, das ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, um die Frage zu beantworten: Wer war, wer ist diese Honey-Suckle Company?
Die Leiterin der dOCUMENTA (13) und der Istanbul Biennale 2015 im Gespräch
INTERVIEW ONLINE, 2015
"Rückzug ist ein wichtiges Thema. Den Rückzug von den Massenmedien so zu schaffen und dennoch am Leben zu bleiben ist an und für sich schon eine interessante Überlegung. Als Istanbul mich gefragt hat, ob ich die Leitung der Biennale übernehmen kann, habe ich natürlich so fort „Ja“ gesagt. Die documenta ist nach wie vor die wichtigste offizielle Ausstellung der Welt. Die Istanbul Biennale auf der anderen Seite markiert die erste Form der Dezentralisierung von Kunst in der globalen Kunstwelt."
INTERVIEW ONLINE, 2016
Die Fotografin Bettina Rheims hat mit ihrer Arbeit Pionierarbeit geleistet. Bereits in den 80er Jahren interessierte sie sich für die Transgenderszene, dokumentierte den Aufstieg eines neuen androgynen Ideals. Weltberühmt wurde sie mit ihrem Blick auf die Frau: erotisch, verführerisch, fragil, stark.
SLEEK MAGAZINE S44
Entering the studio of Michael Sailstorfer in Berlin-Wedding, the visitor is greeted by a vast workspace, where an open roof with objects, sculptures and readymades, many of them cur- rently in the process of creation. Here a giant knot sculpture, there a monumental metallic Hello Kitty silkscreen frame, and on the ground long panels of white fabric with imprints of car tyres. It’s a fascinating playground, and at its centre; Sailstorfer.
INTERVIEW MAGAZIN 09/2015
Ein Boot, Tausende rote Fäden und Hunderte Schlüssel: Die Arbeit der Künstlerin CHIHARU SHIOTA im japanischen Pavillon war wohl am meisten fotografierte Kunstwerk der diesjährigen Biennale in Venedig. Wir trafen die Japanerin, die vorzugsweise mit dem Faden arbeitet, in ihrem Berliner Atelier. [...]
INTERVIEW MAGAZIN 05/2016
Das Kunstkollektiv des Jahrtausendwende
"Als wir in den Neunzigern nach Berlin kamen, war es zu 100 Prozent eine Technostadt. Das war schon rein ästhetisch eine Katastrophe. Die Technopeople trugen alle Kunstrasen und irgendeine Flowerkacke auf dem Kopf, während wir uns nach David Bowie sehnten. Diese beiden Szenen gingen gar nicht konform; man konnte nicht mal eine Gitarre im elektronischen Rahmen platzieren, ohne einen Riot zu starten. Deswegen hieß es für uns: Wir müssen unser eigenes Universum erschaffen, Punk und Elektro zusammenführen. Das haben wir dann gleich als Jugendbewegung angelegt. Mit eigener Musik, eigener Mode, eigener Kunst, eigener Ästhetik. „Tape your own identity“ war unser Aufruf."
INTERVIEW MAGAZIN 06/2015
"Der Druck ist auf jeden Fall immens. Früher hieß es, das besondere beim Techno sei, dass die Musik der Star ist. Aber das hat sich komplett gewandelt. Man steht als kleines Männchen auf der Bühne und die Blicke kleben an einem, obwohl man eigentlich gar nichts spektakuläres macht."
ARTFRIDGE, 2013
“Kapoor in Berlin”, it seems, is a journey through the manifold levels of the artist’s mind. He is a master of playing with the tension of excitement and astonishment, employing the aesthetics of the sublime and silence at the same time. In this show Anish Kapoor has managed to actually bring his sculptures into being; and the being of the visitor into the sculpture.
Six aspiring curators on making it in the artworld
SLEEK MAGAZINE S45
The job of the curator is at the peak of desirability. New university courses promise an academic entry into the field, and never have as many students applied for these courses. Over the past two decades “über-curators” such as hans Ulrich Obrist or Klaus Biesenbach have been arguably the art world’s most influential tastemakers. The curator is seen as a person with real influence, able to determine artistic discourse and public opinion, usurping the art critic. But what are the chief concerns guiding the young contemporary curator?
INTERVIEW MAGAZIN ONLINE 11/ 2015
Shepard Faireys Bildsprache ist scharf, humorvoll subversiv, die anvisierten Ziele sind klar definiert: soziale Ungerechtigkeit, politische Systeme, Großkonzerne, Umweltverschmutzung, humanistische Verfehlungen. Mit den Jahren hat sich Fairey sicherlich nicht nur Freunde geschaffen und im Knast, da war er auch schon öfters.
INTERVIEW MAGAZIN 09/ 2015
Isa Genzken Superstar: Die deutsche Bildhauerin ist zweifelsfrei eine der einflussreichsten und teuersten Künstlerinnen unserer Zeit. Wie auch ihr Ex-Mann, Gerhard Richter, ist sie äußerst interviewscheu. [...] Reden, so Genzken, sei für sie das Gegenteil von Kunst machen, und eigentlich sei sie doch genau dafür zuständig. Dann hat sie aber doch gesprochen. Über ihre collagenartigen „Hemden“ von 1998 und 2013, die – bemalt, beklebt, besprüht, überfrachtet, verunstaltet – den Zwischenbereich von Skulptur, Malerei und Performance auf neue Weise ausloten.

FRESHMILK TV 2013
In January 2013 I met singer-songwriter Devendra Banhart in Berlin to talk to him about his music and his discomfort of doing TV Interviews.